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"Swing Kids" bezauberten mit Dixie- und Swing-Sound

"Swing Kids" bezauberten mit Dixie- und Swing-Sound

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Geschrieben von: Jürg Schumacher   
Sonntag, den 16. November 2008 um 18:33 Uhr

Swing Kids in Märstetten

Rund 130 Besucher waren am Samstag, 15. November 2008 der Einladung zu einem ganz besonderen Anlass der Kulturkommission in die romantisch dekorierte "Weitsicht" in Märstetten gefolgt: Für einmal standen nicht erwachsene Profimusiker auf der Bühne, sondern die Oberthurgauer Jugend-Jazzband "Swing Kids", welche in diesem Jahr mit dem "Swiss Jazz Award 2008" ausgezeichnet worden ist.

 

Die Swing Kids in der festlich geschmückten Weitsicht

Die Kinder und Jugendlichen im Alter von 8-17 Jahren unter der Leitung ihres Dirigenten Dai Kimoto aus Romanshorn verstanden es, die anfangs teilweise sichtlich skeptischen Zuhörer bereits in den ersten Minuten mit bekannten Melodien von Glenn Miller in ihren Bann zu ziehen. Sämtliche Töne stimmten perfekt und mit ständig wechselnden Soloeinlagen und einem unglaublichen Ansatz konnten die Jugendlichen beweisen, dass sie auch als Saxophon-, Trompeten- und Posaune-Solisten keinen Vergleich mit erwachsenen Musikern zu scheuen brauchen.

Erst 14-jährig, aber mit mehr Drive als mancher Erwachsene ...

Da war aber auch nicht der leiseste Hauch von "Jugend-Bonus" nach dem Motto "Äs sind halt no Chind ..." nötig, welcher doch so oft bei Jugendvorstellungen vonnöten ist. Ganz im Gegenteil: Manche Profi-Truppe könnte sich von der mitreissenden Stimmung, der unglaublichen Ausdauer und der hohen Musikalität dieser Jugendlichen eine dicke Scheibe abschneiden.

Der in Japan geborene Profimusiker und Bandleader Dai Kimoto

Der Bandleader Dai Kimoto versteht es, auf eine ganz eigene, bescheidene und humorvolle Art, die Jugendlichen zu führen und gleichzeitig beim Publikum Sympathie für sein Projekt und seine "Swing Kids" zu wecken. Kein Wunder also, dass die Jugend-Jazzband in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal am "Glenn Miller Festival" in den USA teilnehmen durfte. Die Zuhörer wurden mit über zweieinhalb Stunden feinstem Jazz verwöhnt. Manch einer der begeisterten Besucher dürfte deshalb am Ende der Vorstellung um 22:30 vom vielen Applaus "glühende" Hände mit auf den Heimweg genommen haben.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 08. Dezember 2008 um 15:57 Uhr